Eine regelmäßige Hautpflege trägt auch dazu bei, durch Hauttrockenheit bedingten Juckreiz zu lindern. Klagen Angehörige aber weiterhin über hartnäckigen Juckreiz, sollte ein Hautarzt hinzugezogen werden, um die zugrundeliegenden Ursachen abzuklären.
„Achten Sie bei Angehörigen, die auf den Rollstuhl angewiesen oder bettlägerig sind, auch auf mögliche Druckstellen, vor allem an Kreuzbein, Fersen und Knöcheln“, rät Dr. Schwichtenberg.
Durch eine Druckentlastung kann Hautgeschwüren vorgebeugt werden. Haben sich bereits wunde Hautstellen gebildet, ist eine professionelle Versorgung und bei Bedarf der Hautarzt gefragt. Bei Diabetikern sollten regelmäßig die Füße inspiziert werden. Oft werden aufgrund von Nervenschädigungen Druckstellen oder kleine Verletzungen nicht bemerkt, aus denen sich chronische Fußgeschwüre entwickeln können.
Pflegeeinrichtungen arbeiten oft mit professionellen Fußpflegern zusammen. Dies bietet sich auch im häuslichen Umfeld an, um beispielsweise Verletzungen beim Nägelschneiden zu vermeiden. Bei einer Venenschwäche oder arteriellen Durchblutungsstörungen können sich Unterschenkelgeschwüre entwickeln. Auch hier sollte frühzeitig ein Dermatologe hinzugezogen werden. Chronische Wunden erfordern eine fachgerechte Versorgung.
Vor allem bei adipösen Menschen zählt die Intertrigo zu den häufigsten Hautproblemen. Diese nässenden Entzündungen bilden sich beispielsweise in Falten unter der Brust, unter den Achseln, im Leistenbereich oder zwischen den Gesäßfalten. Diese Feuchtkammern sind auch ein idealer Nährboden für Hautinfektionen. Vorbeugend helfen beispielsweise Leinenläppchen, die in Hautfalten unter der Brust eingelegt werden, sowie schützende Zinkpaste. Bei Inkontinenz können zusätzlich Urin und Stuhl die Haut reizen.